In den Geschichts-Newsletter Nr. 4/2022 „Das Archiv-Ding“ vom11.4.2022 hat es jetzt auch der Binger Alte Kran geschafft. Ein kurzer Überblick geht auf die Entstehungszeit des Alten Kranes von 1487 ein.
Eines der jüngsten Binger Denkmäler, das Reiterstellwerk im Bahnhof Bingen-Bingerbrück am nördlichen Ende des Bahngeländes wird seit geraumer Zeit renoviert. Es werden in dem ehemaligen und lange Zeit ungenutzten Stellwerkgebäude neue Arbeitsplätze für Bahnmitarbeiter eingerichtet.
In Abstimmung mit der Denkmalbehörde sind die Renovierungsarbeiten bereits weitgehend abgeschlossen. Der Blick aus dem Fenster auf den ehemaligen Bahnhofsbereich in Sichtweite des Mäuseturmes und der Ehrenfels lassen zumindest ansatzweise die frühere Bedeutung des Reiterstellwerks erahnen.
Am Rheinufer in unmittelbarer Nähe des Alten Hafenkranes steht ein weiterer Industriekran.
Der Industriekran ist ein Laufkran, hergestellt von der Firma Fries. Der Kran aus dem Jahr 1964 in Stahlbauweise dokumentiert die neuere Geschichte der Verladetechnik am Binger Rheinufer.
Im Zuge der Landesgartenschau wurde der Kran etwas tiefer als ursprünglich auf neue Gleise versetzt und steht nunmehr unmittelbar am Rheinufer.
Mit einem Beleuchtungskonzept wird der Kran auch nachts zu einem beliebten Fotomotiv.
Im Zuge der Haushaltsberatungen der Stadt Bingen ist die Anregung aufgegriffen worden, auch den Industriekran neben dem Alten Hafenkran von 1487 unter Denkmalschutz zu stellen.
Die Unterschutzstellung wird von der Denkmalgesellschaft sehr begrüßt.
Die Denkmalgesellschaft Bingen hatte vor einiger Zeit den Nachbau eines historischen Rheinnachens erworben und für Vorführungen bei den Krantagen und auch am Römertag eingesetzt.
Wir wollen den Rheinnachen auch weiterhin in seiner historischen Umgebung belassen und haben ihn im Hafenbecken am Alten Kran vertäut.